Gib den Affen Futter

Mantelpaviane im Zoo Berlin

Mantelpaviane in Habachtstellung: Gleich gibt’s Futter. Foto: sal

Auf dem Felsen der Mantelpaviane wird es unruhig. Saßen eben noch Kleine und Große zu zweit beisammen und durchsuchten gegenseitig das Fell oder jagten sich durch die Gegend, versucht nun jeder, einen möglichst günstigen Platz auf der dem Publikum zugewandten Seite zu erobern. Die Rangfolge muss dabei natürlich immer wieder aufs Neue geklärt werden. Der Grund für die Aufregung wird auch gleich sichtbar: Ein Tierpfleger biegt mit einer Gruppe Kinder um die Ecke (Kindergeburtstag?).

Sie stellen sich nebeneinander am Geländer auf, der Pfleger erklärt die Spielregeln: Er verteilt Futter (Nüsse) an die Kinder und auf sein Kommando hin sollen sie es ins Gehege werfen. Gleichzeitig, damit auch möglichst alle Affen etwas abbekommen und nicht gleich wieder Zank und Streit ausbricht. Das erste Kommando kommt, die Nüsse fliegen, und keine bleibt unbeachtet.

Mit Schwung wird das Futter ins Gehege der Mantelpaviane geworfen. Foto: sal

Mit Schwung wird das Futter ins Gehege der Mantelpaviane geworfen. Foto: sal

Das nächste Kommando darf ein Junge geben, wahrscheinlich das Geburtstagskind, dann ist ein Mädchen aus der Gruppe dran. Den Kindern macht es sichtlich Spaß, den Affen auch. Schließlich sind die Vorräte aufgebraucht, die Kindergruppe zieht weiter zur nächsten Attraktion, die Affen widmen sich ihrem Tagesgeschäft.

Offenbar ahnen sie aber immer genau, wer gleich um die Ecke biegt. Ist man nur ein „einfacher, normaler“ Besucher, erntet man zuweilen sehr deutliches Desinteresse:

Wer nichts zu essen mitbringt, wird bisweilen mit Nichtachtung gestraft. Foto: sal

Wer nichts zu essen mitbringt, wird mit Nichtachtung gestraft. Foto: sal

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