Abendstimmung

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Jede Menge Action im Wolfsgehege. Die fünf Jungtiere halten die Alten auf Trab. Foto: sal

Am vergangenen Sonnabend war Paten- und Aktionärsabend im Zoo. Einmal im Jahr werden exklusiv für uns die Tore geöffnet, wenn der Zoo eigentlich schon geschlossen hat.  Ich mag die Atmosphäre in der Abenddämmerung sehr. Es geht insgesamt etwas ruhiger zu als tagsüber. Es sind weniger Besucher unterwegs, einige Tiere haben sich schon zurückgezogen und sind gar nicht mehr zu sehen. Andere werden aber abends offenbar erst richtig munter.

F¸nffacher Nachwuchs bei den Kanadischen Wˆlfen

Ein Wolfsjunges Ende Mai im Berliner Zoo. Foto: PA/dpa

So konnten wir zum Beispiel erstmals die ganze Wolfsfamilie mit ihren fünf Welpen bewundern, die inzwischen schon das Baby-Alter hinter sich haben. Ende April waren sie zur Welt gekommen. Alle jagten sich gegenseitig durchs Gehege, und den Alten machte das offenbar genauso viel Spaß wie den Jungen. Bei den Nasenbären im Gehege gegenüber herrschte dagegen bereits Nachtruhe. Weit und breit keiner zu sehen.

Seelöwenmutter mit Kind. Foto: sal

Seelöwenmutter mit Kind. Foto: sal

Ein beliebtes Ziel für die Besucher war die Seelöwen-Kindergruppe. Alle vier Mütter mit ihrem Nachwuchs dümpelten entspannt im Becken oder lagen auf dem Felsen. Die Kleinen sind erst rund zwei Monate alt, daher ist die Nähe der Mutter und damit auch die ständige Verfügbarkeit von Nahrung wichtig.

Tierisch heifle Temperaturen in Berlin

Erdferkel (Nachtaufnahme). Foto: PA/dpa

Leider wird es jetzt doch schon recht zeitig dunkel, also besuchten wir die Tiere in den geöffneten Häusern. Im Nachttierhaus war es ungewohnt hell. Hier wird der umgekehrte Tag-Nacht-Rhythmus erzeugt, damit wir, wenn wir den Zoo normalerweise tagsüber besuchen, die Nachttiere in Aktion beobachten können. Nun herrschte also Tages-Atmosphäre, und wir dachten schon, es gäbe nur leere Gehege zu sehen. Aber zumindest das Erdferkel spazierte munter durch den Sand. Die Bergmeerschweinchen auf ihren Felsen sahen allerdings so aus, als ob sie schon schlafen. Nur das eine oder andere hatte die Augen geöffnet und beäugte misstrauisch die Besucher zur Unzeit.

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