Zuwanderer aus Österreich

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Murmeltier am Großglockner in Österreich. Foto: sal

Eine gute Nachricht wartete auf uns, als wir aus dem Urlaub zurückkamen: Im Zoo Berlin gibt es wieder Murmeltiere! Aus dem Alpenzoo Innsbruck sind vier Murmeltiere nach Berlin gekommen. Wir haben uns natürlich sofort wieder für eine Patenschaft gemeldet. Bei den Vorgänger-Murmeltieren, die leider den letzten Winterschlaf nicht überlebt hatte, waren wir schließlich auch Paten. Andere Tiere mögen viel exotischer sein, aber ich mag Murmeltiere einfach gern. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich das Lebenskonzept, die kalte Jahreszeit in aller Ruhe zu verschlafen, ganz sympathisch finde . . .

Die Zuwanderer aus Österreich müssen hier noch eine Weile in Quarantäne bleiben und sind deshalb für Zoo-Besucher noch nicht zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass die Murmeltiere sogar erst im kommenden Frühjahr ihr Gehege beziehen. Denn in ein paar Wochen steht ja erst einmal der Einzug ins Winterquartier an. Ihre innere Uhr zeigt den Tieren an, wann es Zeit ist, sich zurückzuziehen. In der freien Natur legen sie weit verzweigte unterirdische Baue an, tief liegende Kammern werden für den Winterschlaf mit Heu und anderen Pflanzenmaterialien ausgepolstert und die Zugänge nach außen gut verschlossen.

Im Zoo gibt es für den Winterschlaf der Murmeltiere große Holzboxen, Heu sorgt für Gemütlichkeit. In dieser Winterwohnung haben die Tiere sogar verschiedene Räume: In einem schlafen sie eng aneinandergekuschelt. Ein anderer dient als Toilette.

Die Körpertemperatur der Murmeltiere sinkt beim Winterschlaf auf etwa fünf Grad, Herzschlag und Atmung verlangsamen sich, der Energieverbrauch nimmt stark ab, so dass die Tiere mit Hilfe der Fettschicht, die sie sich im Sommer angefressen haben, gut durch den Winter kommen.

Wir hatten das Glück, im Urlaub in Österreich Murmeltiere beobachten zu können. Weil die Murmeltiere im Zoo zurzeit noch keinen Besuch empfangen, gibt es deshalb hier ein Foto aus freier Wildbahn.

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