Wertvoller Nachwuchs

Bartaffen mit Jungtier

Auch die Verwandtschaft interessiert sich für das Bartaffen-Baby. Foto: Zoo Berlin

Bartaffen sind aparte Vertreter ihrer Gattung: Sie haben eine löwenartige, helle Mähne, dunkles Fell und ein schwarzes Gesicht. Eine Quaste schmückt das Schwanzende. Steht man vor ihrem Gehege im Zoo Berlin, ist man nur durch eine hohe Scheibe von ihnen getrennt, kann sie also auch aus der Nähe beobachten und Blickkontakt aufnehmen. Zurzeit lohnt es sich besonders, wieder einmal bei den Bartaffen vorbeizugehen, denn sie haben Familienzuwachs bekommen.

Das am 31 August geborene Kleine hat noch eine helle Gesichtshaut und helle Pfoten, dadurch hebt es sich optisch vom dunklen Fell der Mutter ab. Doch es braucht manchmal ein bisschen Geduld und Glück, damit man es genauer sehen kann. Die Mutter trägt ihr Baby vor dem Bauch, während sie im Gehege eilig unterwegs ist. Lässt sie sich einmal ruhig auf dem Boden nieder, ist die übrige Verwandtschaft häufig auch ganz in der Nähe. In dem Gehege wohnen neben Mutter und Kind noch drei weitere Bartaffen-Weibchen und zwei Männchen.

Charakteristisch ist die helle Mähne der Bartaffen. Foto: Zoo Berlin

Charakteristisch ist die helle Mähne der Bartaffen. Foto: Zoo Berlin

Die Bartaffen (Wanderus) sind stark gefährdet, Schätzungen zufolge leben nur noch 4000 von den 40 bis 60 cm großen Affen in den Regenwäldern Indiens. Deshalb bemühen sich  Zoos und Tierparks im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms um das Wohlergehen der Bartaffen. Im Zoo Berlin werden seit 1951 Bartaffen gehalten, und seit 1959 werden hier auch regelmäßig Jungtiere geboren.

Die Bartaffen sind bis zu einer Temperatur von null Grad draußen zu sehen. Wenn es kälter wird, ziehen sie in die Innengehege des Affenfelsens. Doch bis dahin ist hoffentlich noch ein bisschen Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.