Kleinkind auf großen Pfoten

Leoparden-Mädchen Shiva. Foto: PA/dpa

Leoparden-Mädchen Shiva. Foto: PA/dpa

Im Hinduismus ist „Shiva“ einer der wichtigsten Götter – und männlich. Im Zoo Berlin ist „Shiva“ ein kleines Leoparden-Mädchen. Am 1. Juli brachte Mutter „Eriwan“ ihren Nachwuchs zur Welt, und nach den ersten Wochen in der Wurfbox zeigen sich die beiden jetzt den Besuchern.

„Shiva“ ist ein anhängliches Kind und folgt ihrer Mutter auf Schritt und Tritt. Dadurch haben die Pfleger es schwer, an das Kleine heranzukommen. Die kleine Raubkatze muss nämlich gegen verschiedene gefährliche Krankheiten wie Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft werden. Die Grundimmunisierung hat sie schon mit acht Wochen bekommen. In diesen Tagen soll sie die Auffrischungsimpfung erhalten – wenn die Pfleger sie von der Mutter trennen können. Denn mit einer ausgewachsenen Leopardin wird sich wohl niemand anlegen wollen. Die kleine „Shiva“ ist zurzeit noch so niedlich verspielt, dass man sie sich gut auf dem heimischen Wohnzimmerteppich vorstellen kann, doch diese Illusion ist spätestens nach einem Blick auf die schon beeidruckend großen Tatzen vorbei. Hier sieht man schon deutlich, dass aus „Shiva“ mal eine ausgewachsene Großkatze wird.

"Shiva" ist das fünfte Kind von Mutter "Eriwan". Foto: PA/dpa

„Shiva“ ist das fünfte Kind von Mutter „Eriwan“. Foto: PA/dpa

„Shiva“ ist  das fünfte in Berlin heranwachsende Kind von „Eriwan“ (11), die bereits 2006, 2008 und 2011 Jungtiere erfolgreich aufgezogen hatte. Vater „Haakon“, der in der Nachbarbox wohnt, ist 15 Jahre alt, was für Großkatzen schon recht beachtlich ist.

Leoparden waren früher in einem riesigen Verbreitungsgebiet unterwegs, es erstreckte sich von Südafrika bis in den Osten Russlands. Entsprechend gibt es viele verschiedene Unterarten. Die im Zoo gehaltene zentralasiatische Unterart ist hauptsächlich im Iran (ca. 700 Tiere), aber auch mit wenigen Vertretern in Afghanistan, Turkmenistan sowie im Kaukasus beheimatet. Die Persischen Leoparden sind als bedroht eingestuft. In Zoologischen Einrichtungen werden weltweit etwa 100 Persische Leoparden gehalten. Zuchterfolge wie jetzt in Berlin sind wichtig, um den Bestand zu sichern.

Ein Kommentar

  • Ela Dobrinkat

    Endlich! Das gepunktete Kätzchen ist einfach süß! (Mal abgesehen von den Krallen, die bestimmt jetzt schon riesig sind)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.