Kleiner Hüpfer

Känguruh-Nachwuchs "Noah" mit Mutter "Nancy". Foto: PA/dpa

Känguruh-Nachwuchs „Noah“ mit Mutter „Nancy“. Foto: PA/dpa

Den Känguruhs im Zoo oder Tierpark zuzusehen, macht immer gute Laune, finde ich. Bei einer ganz besonderen Känguruh-Art kann der Tierpark jetzt stolz Nachwuchs vermelden. Ein kleines Gelbfuß-Felsenkänguruh schaute im August das erste Mal aus dem Beutel seiner Mutter und hüpft seit kurzem selbstständig durchs Gehege.

Das Gelbfuß-Felsenkänguruh, auch Ringelschwanz-Felsenkänguruh genannt, ist besonders hübsch gezeichnet. Das Rückenfell ist hellgrau mit einem weißen Streifen an den beiden Körperseiten. Ohren, Füße  und Schwanz sind kräftig gelb- bis orangefarben abgesetzt. Zusätzlich befinden sich dunkle Querstreifen auf der Schwanzoberseite. Die Gelbfuß-Felsenkänguruhs können sich nicht nur hüpfend fortbewegen, sie sind auch gute Kletterer.

"Noah" ist der erste Nachwuchs der Gelbfuß-Felsenkänguruhs in Berlin. Foto: PA/dpa

„Noah“ ist der erste Nachwuchs der Gelbfuß-Felsenkänguruhs in Berlin. Foto: PA/dpa

Im Freiland in Südaustralien, New South Wales und Queensland sind die schönen Känguruhs bedroht. Deshalb bemühen sich Zoos in Australien, den USA und Europa in Erhaltungszuchtprogrammen, einen gewissen Bestand dieser Tiere in menschlicher Obhut zu sichern. In Deutschland ist der Tierpark Berlin der einzige Zoo, dem  Gelbfuß-Felsenkänguruhs zu sehen sind. 2010 kamen drei Männchen aus den Zoos Los Angeles und Besançon nach Friedrichsfelde. Im Januar 2013 wurden dann in einem zweiten Transport, ein Männchen und drei Weibchen aus dem Zoo Los Angeles nach Berlin gebracht.

Känguruh-Weibchen „Nanya“ , die im April 2010 in Los Angeles zur Welt kam, wurde als erste aus der Gruppe Mutter. Im September verließ das männliche Jungtier, das von den Pflegern „Noah“ genannt wurde, immer öfter den Beutel und ist nun vollständig außerhalb des Beutels unterwegs. Zusammen mit seiner Mutter ist „Noah“ jetzt oft im Gehege auf dem Felsaufbau zu sehen.

Die Gelbfuß-Felsenkänguruhs sind auch gute Kletterer. Foto: PA/dpa

Die Gelbfuß-Felsenkänguruhs sind auch gute Kletterer. Foto: PA/dpa

Die Tragzeit beträgt bei den Gelbfuß-Felsenkänguruhs etwa 30 Tage, danach krabbelt das winzige Jungtier in den Beutel der Mutter und verbringt dort noch etwa 6 bis 7 Monate, bis es zu groß dafür wird.

Außerhalb Australiens leben zurzeit 81 Gelbfuß-Felsenkänguruhs in 7 US-amerikanischen und 4 europäischen Zoos. Aber egal, wo die Känguruhs jetzt zu Hause sind, sie bleiben im Besitz der australischen Regierung.

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