Fritz, das Giraffen-Baby

Giraffen-Baby Fritz im Tierpark. Foto: PA/dpa

Giraffen-Baby Fritz im Tierpark. Foto: PA/dpa

Aus etwa zwei Meter Höhe fiel er etwas unsanft ins Leben: Fritz, der kleine Giraffenbulle im Tierpark. Mutter Jette brachte ihr Kind am 13. November nach guter Giraffentradition im Stehen zur Welt. Immerhin hatten die Tierpfleger den Giraffenstall gut mit Stroh ausgepolstert.

Der „Kleine“ mit afrikanischem Migrationshintergrund und dem typisch berlinerischen Namen war bei seiner Geburt schon 1,81 Meter groß. Nach 40 Minuten konnte er bereits stehen, und unternahm die ersten wackeligen Gehversuche. Mancher Tierpark-Besucher könnte Fritz theoretisch „auf Augenhöhe“ begegnen, doch wenn man ihn neben seiner Mutter sieht, ist klar, dass er noch ein Baby ist. Und zwar ein sehr hübsches, das  aus großen dunklen Augen mit langen Wimpern in die Welt blickt.

Bei "Gefahr" flüchtet Fritz zu Mutter Jette. Foto: PA/dpa

Bei „Gefahr“ flüchtet Fritz zu Mutter Jette. Foto: PA/dpa

Wenn er unsicher wird und Gefahr wittert, sucht Fritz Schutz zwischen den langen Beinen seiner Mutter, genauso  wie Giraffenkinder in der freien Natur, wenn sie von Raubtieren wie Löwen oder Hyänen bedroht werden. Im Tierpark droht Fritz natürlich keine wirkliche Gefahr.

Jette und Fritz sind Uganda-Giraffen, das ist eine von neun Giraffen-Unterarten. Einst war sie von Kenia über den Sudan bis nach Uganda häufig anzutreffen. Heute existiert die letzte freilebende Population dieser Unterart mit etwa 600 Tieren im Murchison Falls Nationalpark in Uganda. Daher hat die IUCN diese Unterart als bedroht eingestuft. In europäischen Zoologischen Gärten werden etwa 350 Uganda-Giraffen gehalten, deren Zucht im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms koordiniert wird.

Mit dem kleinen Fritz  können die Tierparkbesucher nun eine kleine, siebenköpfige Herde dieser bedrohten Unterart mitten in Berlin beobachten.

 

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