Ein Zebra namens Heinrich

Zebra-Fohlen Heinrich mit Mutter Kianga. Foto: PA/dpa

Zebra-Fohlen Heinrich hat noch eine braun-weiße Fellfärbung. Foto: PA/dpa

Eigentlich könnte ich fast jeden Beitrag mit dem Satz beginnen „. . . (hier bitte Tiernamen einsetzen) gehören zu meinen Lieblingen im Zoo/Tierpark“. Das zeigt, dass ich eigentlich die meisten Tiere mag, ist aber deshalb als Aussage nicht so sonderlich originell. Doch diesmal muss ich es schreiben, denn Zebras gehören eindeutig zu meinen besonderen (!) Lieblingen. Und das gilt natürlich auch für den jüngsten Nachwuchs bei den Grevy-Zebras im Tierpark.

Das kleine Hengstfohlen wurde am 7. November geboren. In Erinnerung an den Begründer und langjährigen Direktor des Tierparks Berlin Prof. Heinrich Dathe, der am gleichen Tag seinen 103. Geburtstag gefeiert hätte, wurde es von den Tierpflegern auf den Namen „Heinrich“ getauft.

Zebra-Fohlen Heinrich mit Mutter Kianga. Foto: PA/dpa

Zebra-Fohlen Heinrich mit Mutter Kianga. Foto: PA/dpa

Heinrich hält sich meist dicht an seine Mutter Kianga, so dass für weiter entferntere Beobachter sein Streifen-Muster mit ihrem verschwimmt. In der freien Natur sind kleine Zebras so für Raubtiere schlechter zu erkennen.

Wer ganz genau hinschaut, sieht, dass Heinrichs Fell noch braun-weiß gestreift ist. Das typische Zebra-Schwarz-Weiß entwickelt sich erst in ein paar Monaten. Jedes Zebra hat übrigens ein ganz individuelles Streifenmuster, das so charakteristisch ist wie bei uns der Fingerabdruck.

Das Grevy-Zebra ist die größte Zebra-Art. Grevy-Zebras lassen sich anhand der schmalen, dichtbeieinander stehenden Zebrastreifen, sowie der charakteristischen Tütenohren leicht von den beiden anderen Zebraarten, dem Bergzebra und dem Steppenzebra, unterscheiden. Im Tierpark Berlin  kann man das leicht selbst testen, weil hier alle drei Zebra-Arten gehalten werden.

Grevy-Zebras wurden von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als bedroht eingestuft. Sie sind inzwischen in freier Natur nur noch in Kenia und Äthiopien zu finden. Dort bewohnen nur noch etwa 2800 Tiere das trockene bis halbtrockene Grasland. Um die in Menschenobhut lebenden Bestände zu koordinieren, wurden für das Grevy-Zebra ein Internationales Zuchtbuch sowie ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm eingerichtet, zu dem nun auch der kleine Heinrich gehört.

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