Das dreißigste Kind

Der jüngste Nachwuchs bei den Schmalstreifenmungos. Foto: sal

Der jüngste Nachwuchs bei den Schmalstreifenmungos. Foto: sal

Ein besonderes Jubiläum konnte der Berliner Zoo jetzt vermelden: Im kleinen Raubtierhaus wurde Ende Februar das 30. Jungtier bei den Schmalstreifenmungos geboren. Seit 1997 ist diese in ihrer Heimat Madagaskar bedrohte Art in Berlin zu Hause, und offenbar fühlen die Tiere sich wohl bei uns.

Mutter und Kind kann man jetzt im Innengehege beobachten. Nachdem das Kleine in der ersten Zeit von der Mutter im Nacken gepackt und herumgetragen wurde, macht es sich inzwischen allein auf Entdeckungstour.

Die Schmalstreifenmungos haben ein graues Fell mit schmalen dunklen Streifen auf dem Rücken und an der Seite (die ihnen den Namen gaben) und einen buschigen Schwanz. Die ein bisschen an Eichhörnchen erinnernden possierlichen Tiere sind auf relativ kurzen Beinen unterwegs. Mit ihrer langgestreckten spitzen Schnauze suchen sie nach ihrer Hauptnahrung Insekten.  Der Körper der kleinen Raubtiere ist ca. 25 bis 35 cm lang,  der Schwanz ca. 23 bis 27 cm.

Mutter und Kind kann man jetzt im kleinen Raubtierhaus beobachten. Foto: sal

Mutter und Kind kann man jetzt im kleinen Raubtierhaus beobachten. Foto: sal

Gut für die Zoobesucher: Die Schmalstreifenmungos sind tagaktiv. In der freien Natur halten sie sich in den Bäumen, aber auch am Boden auf, sie können außerdem gut schwimmen.

In  Madagaskar gehören die Schmalstreifenmungos zu den gefährdeten Arten. Ihr Lebensraum sind die Wälder an der Westküste, doch diese sind zugunsten der Landwirtschaft im Laufe der Zeit stark dezimiert worden. Nur in wenigen Naturschutzgebieten können sie noch ungestört leben.

Umso wichtiger ist der von Berlin ausgehende europäische Beitrag zur Arterhaltung. Im Zoo Berlin leben zurzeit sechs Schmalstreifenmungos. Der seit 1997 hier geborene Nachwuchs wurde meist an andere Zoos und Tiergärten in Europa abgegeben und hat dort auch bereits wieder für Nachwuchs gesorgt.

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