Nachwuchs bei den Bonobos

Zwergschimpansen-Weibchen Opala mit ihrem Nachwuchs im Berliner Zoo. Foto: Peter Griesbach/Zoo Berlin

Zwergschimpansen-Weibchen Opala mit ihrem Nachwuchs im Berliner Zoo. Foto: Peter Griesbach/Zoo Berlin

Eine Woche ist das kleine Bonobo-Kind im Berliner Zoo jetzt alt. Mutter Opala ist ganz ruhig und entspannt und kümmert sich vorbildlich um ihr Baby, deshalb können auch Besucher die beiden sehen. Sollten Mutter und Kind allerdings unruhig werden, kann es sein, dass das Menschenaffenhaus kurzfristig geschlossen wird. Es ist das zweite Kind für Zwergschimpansenweibchen Opala.

Opala selbst wurde 1998 in  Wuppertal geboren und lebt und seit acht Jahren in Berlin.  Wer der Vater des Kleinen ist, können die Zoo-Mitarbeiter nicht genau sagen. Es könnte  der gebürtige Stuttgarter „Limbuko“ (19) aber auch der schon länger in Berlin lebende, bereits 33jährige „Santi“ sein.

Für die übrigen Mitbewohner, Opalas erstes Kind „Likemba“ (4½) sowie „Kiwu“ (7) mit seiner Mutter „Yala“ (33) ist der Neuzugang – wahrscheinlich ein kleines Mädchen – offenbar ganz selbstverständlich ein Teil der Gruppe.

Obwohl die Bonobos auch Zwergschimpansen heißen, sind sie ähnlich groß wie die eigentlichen Schimpansen. Sie sind allerdings schlanker und beweglicher als diese. Die Bonobos sind noch stärker vom Aussterben bedroht, als die kräftigeren  Schimpansen, da sich ihr Verbreitungsgebiet rein auf die Demokratische Republik Kongo beschränkt, heißt es in einer Mitteilung des Zoos. Insbesondere in dieser durch Bürgerkriege zerrütteten Region sei die Jagd auf die Affen nur schwer zu verhindern. Ihre Nutzung als „Buschfleisch“ stelle neben der Urwaldzerstörung eine der größten Gefahren für die Bonobos dar.

Die Bonobos sind als stark gefährdet eingestuft. Die Zucht dieser sehr nahe mit uns verwandten Menschenaffenart wird international koordiniert.

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