Blick in die Zukunft

Die Gehege der Tiger im Alfred-Brehm-Haus sollen vergrößert werden. Foto: sal

Die Gehege der Tiger im Alfred-Brehm-Haus sollen vergrößert werden. Foto: sal

Es gibt vieles, worauf wir uns in den nächsten Monaten und Jahren freuen können: Zoo- und Tierpark-Chef Dr. Andreas Knieriem gab jetzt einen ersten Einblick in seine Pläne für den Tierpark. Eine Neuerung soll schon im Herbst wirksam werden: Zur Eintrittskarte gibt es dann einen Lageplan dazu. Eine einfache Maßnahme, die aber mit Sicherheit alle Besucher erfreuen wird, die sich im weitläufigen Tierpark nicht so gut auskennen. Ich spreche aus Erfahrung. Bei den ersten Besuchen haben wir uns oft verlaufen. Der irgendwann erworbene Wegweiser lag derweil sicher zu Hause im Schrank . . .

Der Eingangsbereich soll künftig insgesamt einladender werden, so Knieriem. Mehr Grün statt Beton heißt das Schlagwort, und es soll auch nicht mehr ganz so lange dauern wie jetzt, bis die Besucher die ersten Tiere zu Gesicht bekommen. Familien mit kleineren Kindern, aber auch viele ältere Menschen werden sich über die Ankündigung freuen, dass künftig zwei Bahnen auf dem Tierpark-Gelände fahren werden.

Auch mehrere Spielecken, eine Plansche, ein Waldspielplatz sowie ein Schau-Bauernhof mit alten Haustierrassen sollen dazu beitragen, den Tierpark für Familien attraktiver zu gestalten. Dazu gehört natürlich auch eine Verbesserung des gastronomischen Angebots.

Die Greifvogelschau, die an den August-Wochenenden auf der Wiese hinter dem Schloss Friedrichsfelde stattfand, soll später zur täglichen Attraktion für die Besucher auf der modernisierten Freilichtbühne werden.

Viele Gehege im Tierpark sind großzügig, aber längst nicht alle Tiere leben komfortabel. Die meisten Raubtiere im Alfred-Brehm-Haus müssen sich bislang mit sehr wenig Platz begnügen. Hier sollen Gehege zusammengelegt werden, die Tiger bekommen mehr Platz durch den Rückbau des Wassergrabens und der Eingangstreppe. Dafür sollen die Zugänge für die Besucher barrierefrei werden. Statt Gittern soll es hier künftig Scheiben geben.

In die Tropenhalle sollen Warane und Krokodile einziehen. Mehr Grün ist geplant – mit Pflanzen vom Boden bis zum Dach.

Das Abgeordnetenhaus hatte bereits Ende 2013 zusätzliche fünf Millionen Euro für Maßnahmen  bewilligt, die den Tierpark attraktiver machen. In den nächsten Tagen will der Zoo- und Tierpark-Chef den Abgeordneten seine Pläne vorlegen. Dann könnten die Gelder freigegeben werden, und die Zukunftsvisionen könnten Gestalt annehmen.

 

Ein Kommentar

  • Horst-Dieter Repke

    Ich bin regelmäßiger Besucher des Berliner Tierparks und des Zoo. Die Eisbären zählen für mich nicht erst seit Knut zu den besonderen Atraktionen. Das jetzt neu geborenen Eisbärenbaby wird mit Sicherheit der absolute Zuschauermagnet im Berliner Tierpark werden!
    Ich denke, dass man die Einbärenanlage hinsichtlich des zu erwartenden Besucheransturms vorbereiten sollte. Sie sollte auch noch artgerechter ausgestaltet werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Eisbärenanlage in der Winterzeit mit einer Schneekanone in eine Winterlandschaft zu verwandeln.
    Das ist technisch möglich und wesentlich sinnvoller als Jahr für Jahr ganze Alpenregionen zu beschneien! Die Eisbären und Besucher aus aller Welt wird es freuen. Es geht letztlich auch darum den Tierpark besonders atraktiv zu machen.
    Die Finanzierung dieses Projektes wird m.E. über Sponsoren gewährleistet sein, wenn vorhandene Mittel im hauseigenen Etat nicht dafür ausreichen.

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