Wie soll das kleine Zebra heißen?

Der jüngste Grevy-Zebra-Nachwuchs im Tierpark Berlin. Foto: PA/dpa

Der jüngste Grevy-Zebra-Nachwuchs im Tierpark Berlin. Foto: PA/dpa

Kleine Zebras erfreuen mich immer besonders (ich glaube, ich erwähnte es bereits . . .). Im Tierpark Berlin gab es in der Nacht zum 11. September  Zuwachs bei der Grevy-Zebra-Herde. Das Zebra-Fohlen ist noch sehr vorsichtig und bleibt immer dicht bei Mama Marie-Lena (17 Jahre alt). Für Marie-Lena ist das Fohlen ihr viertes Jungtier.

Nach der Geburt sind Grevy-Zebra-Fohlen überwiegend braun-weiß gestreift, erst in ein paar Monaten nehmen die Zebra-Fohlen die weltbekannte schwarz-weiße Zebrastreifung ihrer Eltern an. Der Vater des Zebra-Fohlens ist der 11 Jahre alte Scott. Er kam 2011 aus England in den Berliner Tierpark und lebt hier in einer Wohngemeinschaft mit zwei weiteren Grevy-Zebra-Zuchtstuten und drei Jungtieren. Das zweitjüngste Fohlen ein junger Grevy-Zebra-Hengst mit dem Namen „Spock“ wurde am 3. Januar 2014 geboren.

Zucht soll bedrohte Tierart retten

„Große Hoffnung liegt auf dem Grevy-Zebra-Fohlen! In freier Wildbahn leben nur noch 2800 Artgenossen, umso größer ist die Freude über den Zuchterfolg. Wir wollen mit dem süßen Zebra gern züchten und somit versuchen, die bedrohte Tierart vom Aussterben zu retten“, sagt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Aber vorab braucht das Zebra-Mädchen einen passenden Namen“, so Dr. Knieriem.  „Auf der Tierpark-Facebook-Seite dürfen unsere  Gäste Namensvorschläge abgeben.“

Drei Zebra-Arten sind im Tierpark zu sehen

An der typischen Form der Ohren sind die Grevy-Zebras gut zu erkennen. Foto: Tierpark Berlin/Klaus Rudloff

An der typischen Form der Ohren sind die Grevy-Zebras gut zu erkennen. Foto: Tierpark Berlin/Klaus Rudloff

Im  Tierpark Berlin leben alle drei Zebraarten. Neben dem Grevy-Zebra gibt es das Hartmann-Bergzebra sowie das Steppenzebra. Das Grevy-Zebra ist die größte Zebra-Art und lässt sich an den schmalen, dichtbeieinander stehenden Zebrastreifen, sowie den charakteristischen Tütenohren leicht von den beiden anderen Zebraarten, dem Bergzebra und dem Steppenzebra, unterscheiden. Bisher konnte ich mich noch nicht entscheiden, welche Zebra-Art mir die liebste ist. Wahrscheinlich muss ich noch ein paar Mal gucken gehen . . .

Heimat der Grevy-Zebras ist in Kenia und Äthiopien

In der freien Natur ist die Verbreitung der Grevy-Zebras inzwischen auf Kenia und Äthiopien beschränkt. Dort bewohnen nur noch etwa 2800 Tiere das trockene bis halbtrockene Grasland. Überweidung durch Haustiere, voranschreitender Lebensraumverlust sowie Wasserknappheit und Jagd haben die Bestände in der Vergangenheit stark dezimiert, so dass das Grevy-Zebra von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als bedroht eingestuft wurde. Um die in Menschenobhut lebenden Bestände zu koordinieren, wurden für das Grevy-Zebra ein Internationales Zuchtbuch sowie ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm eingerichtet, an denen sich der Tierpark Berlin beteiligt.

Pate gesucht!

Das Zebra-Fohlen sucht noch einen Paten. Wer Interesse hat, kann sich  bei Frau Fahle im Tierpark unter Tel. 030/515310-104 melden.

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