Willkommen, Valentino

Elefantenbulle Valentino noch in der alten Heimat in Belgien. Foto: Tierpark Berlin

Elefantenbulle Valentino noch in der alten Heimat in Belgien. Foto: Tierpark Berlin

Die Elefanten im Tierpark Berlin haben zur Freude des Publikums regelmäßig Nachwuchs. Die Entwicklung von Elefanten-Kindern zu verfolgen macht ja auch immer besonderen Spaß. Anfang Oktober ist nun ein neuer Elefantenbulle ins Dickhäuterhaus eingezogen. Sumatra-Elefantenbulle Valentino soll in Zukunft gemeinsam mit den beiden Sumatra-Elefantenkühen Nova und Cynthia für Nachwuchs sorgen.

Der zehnjährige Valentino reiste vom belgischen Park Pairi Daiza im Sonder-Elefanten-Transporter nach Berlin. Er fühlte sich schnell heimisch im Tierpark, und nahm schon bald Kontakt zu den Elefantendamen auf. Nova (21) und Cynthia (19) haben Valentino, der eigentlich noch im Elefanten-Teenager-Alter ist, einiges an Erfahrung voraus, sie sind beide schon Mütter. Alle drei wurden im Zoo Bogor in Indonesien geboren, seit August 2009 lebte Valentino in Belgien. Damit es bei den Asiatischen Elefanten im Tierpark nicht zu eng wird, wurde der Asiatische Elefantenbulle Ankhor (31) schon im August an den Zoo in Prag abgegeben.

Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) soll die Unterart der Sumatra-Elefanten gezielt gezüchtet werden. „Wir arbeiten eng mit den EEP-Koordinatoren zusammen und haben entschieden, dass künftig nur noch gleiche Unterarten bei den Elefanten gezüchtet werden, d.h. die Sumatra-Elefanten dürfen
untereinander züchten, aber sie werden nicht mehr mit den „Festland-Elefanten“ gemixt. Das ist sehr wichtig, um in den Zoos und Tierparks die genetische Varianz zu erhalten“, betont Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

In der freien Wildbahn ist der Bestand der Sumatra-Elefanten schon stark geschrumpft. Die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) schätzt die derzeitige Population auf nur etwa 2400 bis 2800 Tiere. Es werde befürchtet, so der WWF, dass die nur auf Sumatra lebende Elefantenunterart schon in 30 Jahren ausgerottet sein könnte.

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