Bald wieder Pandabären im Zoo Berlin

So soll die geplante Anlage für die Panda-Bären im Berliner Zoo aussehen. Illustration: Zoo Berlin

So soll die geplante Anlage für die Panda-Bären im Berliner Zoo aussehen. Illustration: Zoo Berlin

Gute Nachrichten für die Berliner Zoo-Besucher: Bald soll hier wieder ein Pandabären-Paar zu sehen sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel  kündigte am Rande eines Besuchs in China an, dass es Verhandlungen über neue Pandas für den Berliner Zoo gebe. „Das ist ein besonderes Stück China, das viele Menschen in Deutschland erfreuen wird“, sagte sie. Die Berliner und ihre Gäste werden sich bestimmt freuen, zumal für die Pandas im Zoo auch ein neues, attraktives Gehege geschaffen werden soll, wie Zoodirektor Dr. Andras Knieriem ankündigte.

„Wir freuen uns, dass China in Verhandlung mit der Bundesregierung tritt und der Zoo Berlin hoffentlich ein neues Panda-Pärchen beheimaten kann“, so Dr. Knieriem. „Der Zoo Berlin verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Haltung von Pandas“, betont der Zoochef. „Für das neue Bärenpaar werden wir optimale Voraussetzungen schaffen, ein neues Gelände ist bereits in der Planung – der Zoo Berlin wird den beiden ein artgerechtes sowie naturnahes Zuhause in der Hauptstadt schaffen.“

„Selbst in der beispielhaften Artenvielfalt wie der des Berliner Zoos ist ein Panda-Pärchen eine ganz besondere Attraktion, welche die Berlinerinnen und Berliner und alle Gäste im Berliner Zoo begeistern wird. Neben der großen Freude steht natürlich auch die Verantwortung, solch wertvolle Tiere im Zoo Berlin begrüßen zu dürfen. Pandabären sind einzigartige Botschafter im Zeichen des Artenschutzes“, freut sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Zoologischer Garten Berlin AG Frank Bruckmann.

Wenn es eine offizielle Zusage gibt, könnte im Laufe des kommenden Jahres die neue Panda-Anlage entstehen: Angelehnt an die Architektur des ehemaligen chinesischen Musik-Pavillons soll auf dem derzeitigen Hirsch-Areal ganz in der Nähe des Zoo-Eingangs Elefantentor die neue Heimat der beiden Bären entstehen.

Am 5. November 1980 traf das erste Panda-Pärchen Bao Boa und Tjen Tjen – 1978 in China geboren – als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt in Berlin ein. Nach dem Tod von Pandadame Tjen Tjen, zu Deutsch „Himmelchen“, im Februar 1984 lebte Bao Bao (dt. „Schätzchen“) zunächst als Junggeselle in der Hauptstadt.

Im April 1995 kam Yan Yan, „die Schöne“, als Leihgabe aus Peking in den Zoo Berlin. Menschenschlangen tummelten sich vor den Toren des Zoos, um die neue Herzdame an Bao Baos Seite in der Hauptstadt zu begrüßen. Alle hofften, auf niedlichen Panda-Nachwuchs, doch der erhoffte Babysegen blieb, trotz vieler Versuche, bis zuletzt aus. Am 26. März 2007 verstarb „die Schöne“ im Alter von 22 Jahren an einer Darmverstopfung.
Am 22. August 2012 fand auch Bao Bao im hohen Alter von 34 Jahren seine letzte Ruhe. Der stolze Bär war der älteste lebende männliche Panda der Welt.
Bis Sommer 2015 war Yan Yan an der Seite ihres Gefährten Bao Bao in der Sonderausstellung „PANDA“ im Museum für Naturkunde Berlin zu bestaunen.

Pandas zählen zur Familie der Großbären. Einst erstreckte sich ihr Lebensraum vom Nord-Osten Chinas bis nach Myanmar und Vietnam. Heute findet man die Pflanzenfresser lediglich in den lichten Laub- und Nadelwäldern der chinesischen Bergregionen rund um die Provinzen Sichuan, Shaanxi und Guanzu. Wie die letzte große Pandazählung zeigt, leben 2014 mindestens 1864 Tiere in freier Wildbahn, das sind 17 Prozent mehr als noch 2004 (laut SFA, der staatlichen Forstbehörde Chinas). Trotz aller Schutzbemühungen ist das Überleben der Tiere in freier Wildbahn aber noch immer nicht gesichert – vielmehr wird der Große Panda als „stark gefährdet“ in der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) eingestuft.

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