Festessen im Januar

Für die asiatischen Elefanten im Tierpark Berlin sind die aromareichen Tannen, Kiefern und Fichten ein besonderer Leckerbissen. Foto: Tierpark Berlin

Für die asiatischen Elefanten im Tierpark Berlin sind die aromareichen Tannen, Kiefern und Fichten ein besonderer Leckerbissen. Foto: Tierpark Berlin

Weihnachten ist vorbei, die festliche Beleuchtung auf den Straßen wird abmontiert, die Weihnachtsbäume, die eben noch festliche Stimmung im Wohnzimmer verbreiteten, liegen schmucklos am Straßenrand. Doch manche Bewohner im Zoo und im Tierpark können den weihnachtlichen Tannenschmuck erst jetzt so richtig genießen. Für Elefanten, Känguruhs, Zebras, Pferde und andere Tiere ist das Grün ein ungewohnter Leckerbissen.Allerdings bekommen sie nicht unsere ausgedienten Weihnachtsbäume vor die Nase gesetzt, sondern die, die nicht verkauft werden konnten. So erfüllen die Fichten und Tannen, die an den Verkaufsstellen vielleicht als nicht schön genug, nicht gerade genug oder sonst irgendwie unvollkommen zurückgewiesen wurden, noch einen guten Zweck. Denn egal wie sie aussehen, schmackhaft sind sie für Elefant & Co. allemal.

Willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan

„Für unsere Elefanten sind die Weihnachtsbäume eine willkommene Abwechslung. Sie dienen zum einen der Unterhaltung der Tiere und mischen zum anderen den Futterplan ordentlich auf. Schließlich gibt es nur im Januar neben Heu, Brot, Gemüse und Obst auch Kiefern, Fichten und Tannen“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem.

Das Elefantenbaby hält sich lieber noch an die Muttermilch

Der jüngste Elefantennachwuchs hält sich beim Weihnachtsbaum-Festschmaus noch zurück. Foto: Tierpark Berlin

Der jüngste Elefantennachwuchs hält sich beim Weihnachtsbaum-Festschmaus noch zurück. Foto: Tierpark Berlin

Mit Begeisterung zerlegen zum Beispiel die Asiatischen Elefanten im Tierpark die Tannen – der Spieltrieb ist geweckt. Auch bei dem jüngsten Mitglied der Herde ist die Neugier geweckt: Mutig trampelt der erst wenige Tage alte Elefantenbulle neben Mutter Kewa her, berüsselt vorsichtig die grünen Riesen, gibt sich allerdings angesichts all der Nadeln im Nu geschlagen. Das Zerlegen der Tannen überlässt er dann doch lieber Mutter Kewa (32 Jahre), Schwester Thuza (7) und Pantha (3).  Schließlich stellt für den Kleinen selbst das Heu im Gehege eine Herausforderung dar. Was Mutter Kewa so genüsslich herunter schlingt, sitzt dem kleinen Bullen eher quer im Maul. Er wird sich lieben in den nächsten Wochen noch an die kräftigende Muttermilch halten.

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