Knuffiger Kindergarten

Die kleinen Mishmi-Takine kann man jetzt beim Spielen im Gehege beobachten. Foto: Tierpark Berlin

Die kleinen Mishmi-Takine kann man jetzt beim Spielen beobachten. Foto: Tierpark Berlin

Wochenende, die Wetteraussichten sind bestens, da ist ein Ausflug in den Tierpark Berlin für Tierfreunde genau das Richtige: Elefantenbaby Edgar hat in Sachen Niedlichkeit gleich sechsfache Konkurrenz bekommen, denn bei den Takinen gab es Nachwuchs: Lolek (*1.3.) und Bolek (*3.3.), Danny (*15.3.), Claire (*18.3.), Miriam (*21.3.) und Barnie (*27.3.), zwei Sichuan- und vier Mishmi-Takinen kann man jetzt bei strahlender Frühlingssonne in ihren Gehegen beobachten.

Kräftemessen: der Nachwuchs der Sichuan-Takine. Foto: Tierpark Berlin

Kräftemessen: der Nachwuchs der Sichuan-Takine. Foto: Tierpark Berlin

Takine sind nicht so populär wie Elefanten oder Tiger, aber warum eigentlich nicht? Die Kleinen sehen so knuffig aus, als ob sie ein Designer der Firma Steiff entworfen hätte. Und auch die ausgewachsenen Wiederkäuer sind hübsche Tiere. Außerdem sind die Takine bestens organisiert: Dass die Jungtiere alle im März das Licht der Welt erblickten, ist kein Zufall. Takin-Damen bekommen ihre Kälber alle etwa zur gleichen Zeit und schicken sie dann in den Kindergarten. Mit der Betreuung wechseln sie sich ab: Während die anderen fressen, ist eine Takin-Mutter zuständig für die Jungtiere, die sich im Weit-Hoch-Bocksprung, Stirndrücken und Steineklettern messen.

Seit 1980 werden Takine im Tierpark gezüchtet

Auf Augenhöhe: Mishmi-Takin mit Nachwuchs. Foto: Tierpark Berlin

Auf Augenhöhe: Mishmi-Takin mit Nachwuchs. Foto: Tierpark Berlin

„Wir freuen uns sehr über den Nachwuchs bei den Takinen“, sagt Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem, „die Erhaltungszucht des Mishmi-Takins ist dabei besonders wichtig, weil durch illegale und unkontrollierte Jagd der Bestand in freier Wildbahn stetig abnimmt und diese Unterart immer seltener wird.“ Insgesamt drei Takin-Unterarten sind im Tierpark beheimatet: 16 Mishmi-, sechs Sichuan- und sieben Goldtakine. Seit 1980 werden die Tiere hier gezüchtet. Das ist weltweit einmalig.

Ursprünglich kommen die Hornträger mit dem besonderen Namen aus der Himalaya-Region. Takine gehören zu den gefährdeten Arten und leben in freier Wildbahn in Herdenverbänden mit bis zu 300 Tieren. Ein ausgewachsener Takin-Bulle kann bis 400 Kilogramm schwer werden.

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