Attraktives Tor zur Natur im Tierpark

Baumstachler-Mädchen Anni begrüßt jetzt die Tierpark-Besucher gleich hinter dem Eingang. Foto: Tierpark Berlin

Baumstachler-Mädchen Anni begrüßt jetzt die Tierpark-Besucher gleich hinter dem Eingang. Foto: Tierpark Berlin

Ein Schaufenster in die Natur soll der neu gestaltete Eingang zum Berliner Tierpark sein, so Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Die alten Gebäude wurden ordentlich aufgehübscht, das charakteristische neue Holzdach und die grüne Wandgestaltung sind schon von Weitem zu erkennen. Die Tierparkrunde beginnt jetzt in Nordamerika, angefangen bei den Schwarzbären, die außen rechts neben dem Eingang im sogenannten Bärenschaufenster wohnen. Gleich rechts hinter dem Eingang findet man das neue Gehege für Schwarzschwanz-Präriehunde und Baumstachler. Auf dem großen Gelände gegenüber kann man die imposanten Waldbisons bewundern, die mit den Wisenten das Gehege getauscht haben. Gesellschaft haben sie von den ursprünglich ebenfalls aus Nordamerika stammenden Nashorn-Pelikanen bekommen.

Der Berliner Künstler Lars Oschatz hat den runderneuerten Haupteingang des Tierparks mit Landschafts- und Tierdarstellungen geschmückt. Foto: sal

Der Bereich des Tierpark-Haupteingangs wurde nach der Planung des Berliner Architektur Büros dan pearlman Erlebnisarchitektur runderneuert. Der Berliner Künstler Lars Oschatz hat die Wände mit mit Landschafts- und Tierdarstellungen geschmückt. Foto: sal

 

Präriehunde haben jetzt fünfmal soviel Platz

Die Präriehunde mussten wegen der Umbauarbeiten am Alfred-Brehm-Haus ihr bisheriges Zuhause räumen. Hier vorn haben sie sich eindeutig verbessert, sie haben auf ca. 250 Quadratmetern etwa fünfmal soviel Platz wie zuvor. Die niedlichen Nager, die ein bisschen wie klein geratene Murmeltiere aussehen, müssen sich aber offenbar erst noch an ihre neue Wohnung gewöhnen – schließlich sind sie erst gestern eingezogen. Bei der offiziellen Vorstellung heute ließ sich jedenfalls keins der insgesamt 15 Tiere blicken.

Unterirdische Gitter verhindern „Ausbruch“

Vielleicht war ihnen einfach das Wetter zu unfreundlich, aber einen Tag nach dem Umzug hat man natürlich im Haus viel zu tun. Präriehunde graben lange Gänge tief in die Erde. Bis zu 300 Meter lang kann so ein unterirdisches Anwesen werden. Im Tierpark wurde vorsichtshalber ein Grabeschutz aus Gitter in 1,5 bis 2,5 Meter Tiefe angelegt, damit die fleißigen Arbeiter nicht eines Tages in einem fremden Wohnzimmer auftauchen.

Baumstachler sind neu in der Wohngemeinschaft

Baumstachler Oskar im Tierpark Berlin. Foto: sal

Neuzugang: Baumstachler Oskar im Tierpark Berlin. Foto: sal

Weniger Scheu vor Publikum zeigten die neuen Mitbewohner. Die beiden Baumstachler Oskar und Anni sind erst seit April im Tierpark. Oskar kam aus Aachen, Anni aus dem ungarischen Zoo Miscolc. Baumstachler und Präriehunde bilden eine ideale Wohngemeinschaft. Die Präriehunde wohnen sozusagen im Souterrain, die Baumstachler im Obergeschoss, Treffpunkt ist wie in jeder guten WG die Küche im Erdgeschoss. Hier wird es wenig Streit geben, beide Arten sind Vegetarier.

In der kalten Jahreszeit, wenn die Präriehunde Winterschlaf halten, haben die Baumstachler das Gehege für sich. Sie können Kälte vertragen, ihre Art ist in Nordamerika bis hoch nach Alaska vertreten. Für besonders kalte Tage sollen aber noch kleine beheizte Hütten in den Bäumen angelegt werden, in die sie sich dann zurückziehen können.

Nur eine Glasscheibe trennt Tiere und Besucher

Ein nachgebildeter Querschnitt durch das Tunnelsystem der Präriehunde gibt Besuchern einen Einblick hinter die Kulissen. Foto: sal

Ein nachgebildeter Querschnitt durch das Tunnelsystem der Präriehunde gibt Besuchern einen Einblick hinter die Kulissen. Foto: sal

Für die neue Anlage von Baumstachlern und Präriehunden wurde die Felslandschaft der alten Steinadler-Voliere erweitert und das Gelände neu gestaltet. Die Besucher können den Tieren hier näher kommen als zuvor, im vorderen Bereich trennt sie lediglich eine Glasscheibe. Damit die Tierfreunde auch einen Eindruck von dem unterirdischen Treiben der Präriehunde bekommen, „haben wir in einem nachgebildeten Querschnitt durch den Prärieboden ein, für Präriehunde typisches, Tunnelsystem angedeutet, um hier einen Blick unter die Kulissen zu ermöglichen“, sagt Dr. Andreas Knieriem.

Runderneuerter Eingangsbereich

Durch den Umbau ist der Eingang nicht nur für die Besucher attraktiver als zuvor, auch Arbeitsplätze der Mitarbeiter wurden modernisiert. „Wir wollen den Staub der Vergangenheit abschütteln, ohne den Charme zu verlieren“, betont Tierpark-Chef Dr. Knieriem. Neben sechs regulären Kassen können bei starkem Andrang jetzt noch zwei weitere Kassenplätze geöffnet werden. Beim Verlassen des Tierparks wird man durch den neuen Shop geleitet, der vom selben Betreiber bewirtschaftet wird wie die Shops im Berliner Zoo. Hier gibt es jetzt auch die Jahreskarten, dafür muss man sich also nicht in der Kassenschlange anstellen.

Mit dem runderneuerten Haupteingang und dem neuen Gehege für Baumstachler und Präriehunde wurde die erste große Baumaßnahme abgeschlossen, die aus dem Fünf-Millionen-Paket des Senats finanziert wurde. Auch der Förderverein von Zoo und Tierpark Berlin beteiligte sich.

 

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2 Kommentare

  • B.Persche

    Hallo,

    Herr Oschatz hat nach den Planungen des Berliner Architekturbüros dan pearlman gearbeitet. Bitte Urheberrecht beachten! Danke!

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