Virtueller Begleiter: die neue Zoo-Berlin-App

Social Media Manager Tobias Grüter stellt die neue Zoo-Berlin-App vor. Foto: sal

Social Media Manager Tobias Grüter stellt die neue Zoo-Berlin-App vor. Foto: sal

Besucher im Berliner Zoo können sich jetzt von einem virtuellen Begleiter durch den Zoo führen lassen. Die neue Zoo-App verrät z. B. den schnellsten Weg zum Lieblingstier, macht Touren-Vorschläge und liefert ausführliche Infos zu einzelnen Tierarten und erinnert an Fütterungen, die man nicht verpassen will. Die App kann kostenlos auf Smartphones und Tablets (Apple und Android) heruntergeladen werden.

Die Zoo-Berlin-App gibt es in fünf Sprachen

Ein Jahr lang haben Zoo-Mitarbeiter und externe Experten an der Zoo-App gearbeitet. „Die ursprüngliche Idee war, auswärtigen Besuchern Informationen zusätzliche Informationen in anderen Sprachen als Deutsch oder Englisch zur Verfügung zu stellen“, sagt Tobias Grüter, Social-Media-Manager im Zoo Berlin. Umfragen über einen längeren Zeitraum hinweg ergaben, dass etwa jeder vierte Zoo-Besucher nicht in Deutschland lebt. Zurzeit ist die App in Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch und Italienisch verfügbar. Weitere Sprachen sollen nach und nach folgen. Die verwendete Sprache richtet sich übrigens nach der Spracheinstellung am Smartphone oder Tablet. Wer also einmal prüfen möchte, wie die Infos auf Russisch oder Französisch lauten, muss die Spracheinstellung entsprechend ändern.

Die Zoo-App bietet sechs verschiedene Touren-Vorschläge

Auf dem Display erscheinen durch Antippen oder Wischen die gewünschten Informationen. Foto: Zoo Berlin

Auf dem Display erscheinen durch Antippen oder Wischen die gewünschten Infos. Foto: Zoo Berlin

Die Zoo-Berlin-App bietet zahlreiche Zusatzinformationen, die über die vorhandene Beschilderung an den Gehegen hinausgehen. Sechs verschiedene Touren führen die Besucher durch den Zoo. Wer nur wenig Zeit hat, kommt auf der kurzen Tour innerhalb von 45 Minuten unter anderem an Löwen, Zebras, Seehunden, Giraffen und Affen vorbei. Auf der Kinder-Tour (95 Minuten) darf neben Elefanten, Giraffen, Affen, Flusspferden, Eisbären, Wölfen und Seelöwen natürlich ein Besuch im Streichelzoo nicht fehlen. Und zum Schluss geht es auf den Spielplatz! Die Schlechtwetter-Tour führt durch die Tierhäuser – von der Welt der Vögel über das Flusspferdhaus, das Raubtierhaus und Nachttierhaus zu den Affen. Jede Tour kann von jedem Punkt im Zoo gestartet werden. Auf dem integrierten Zoo-Plan sieht man dank GPS den eigenen Standort als blauen Punkt, die gewählte Tour als gestrichelte Linie. Wer direkt zu seinem Lieblingstier gehen möchte, kann sich auf der interaktiven Karte den kürzesten Weg anzeigen lassen.

Mit dem Fütterungs-Alarm keine Attraktion verpassen

Eine besondere Attraktion sind immer die Tier-Fütterungen. Die Zoo-Berlin-App informiert über die Fütterungs-Zeiten, und wer z. B. die kommentierte Fütterung der der Flusspferde (tägl. 14.30 Uhr) nicht verpassen möchte, kann den Fütterungsalarm einstellen.

Für mehr Infos Bluetooth einschalten!

Bevor man den Zoo-Rundgang mit App-Begleitung startet, sollte man übrigens unbedingt Bluetooth einschalten. Denn für die App wird die neue Beacon-Technologie eingesetzt. Das sind kleine Sender, die regelmäßig Radiosignale aussenden. „Die Beacons machen sich bei mobilen Geräten in ihrem direkten Umfeld bemerkbar und weisen den Besucher so auf die aktuell interessantesten Informationen in seiner Nähe hin“, erläutert Dr. Daniel Werner, Geschäftsführer der keylight GmbH, die gemeinsam mit dem Zoo Berlin die neue App entwickelt hat.

Vor dem Gehege zeigt die App Informationen zum jeweiligen Tier an. Foto: Zoo Berlin

Vor dem Gehege zeigt die App Informationen zum jeweiligen Tier an. Foto: Zoo Berlin

In der Praxis sieht das so aus: Man tippt auf das Tier-Symbol unten links auf dem App-Bildschirm, und kurz darauf wird angezeigt, welches Tier in der Nähe ist, z. B. Elefant, Tapir oder Giraffe. Durch ein weiteres Antippen kommt man zu ausführlichen Informationen zum jeweiligen Tier, auch Foto-Galerien und teilweise Videos sind zu sehen. (Das ist besonders praktisch, wenn sich das Tier in der Mittagshitze oder bei Regenwetter in  den hintersten Winkel seines Geheges zurückgezogen hat.) Bisher sind Informationen zu 54 Tieren auf diese Art in der App verfügbar, aber auch hier wird fortlaufend aktualisiert. Im Rahmen der Erneuerung der Tierschilder an den Gehegen werden nach und nach neue Beacons installiert. „Wir sind in Deutschland die erste Freizeiteinrichtung, die diese moderne Beacon-Technologie einsetzt“, betont Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Mit der App den Besuch im Zoo Berlin vorbereiten

Auch die jetzt bereits in der App verfügbaren Infos sollen noch erweitert werden, so Tobias Grüter. Dann erfahren die Besucher z. B. auch die Namen der einzelnen Elefanten oder Flusspferde sowie weitere Daten zum jeweiligen Tier.

Die Zoo-Berlin-App lässt sich gut zur Vorbereitung eines Besuchs nutzen. Öffnungszeiten und Eintrittspreise, der interaktive Zoo-Plan, Touren-Vorschläge, aktuelle News und Kurzinfos zu den Tieren kann man schon zu Hause auf dem Sofa studieren. Die erweiterten Informationen zu einzelnen Tierarten gibt es aber nur per Beacon-Technologie am Gehege (Bluetooth nicht vergessen!).

Eine Tierpark-Berlin-App ist übrigens in Vorbereitung

 

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2 Kommentare

  • Bierfreund, Gisela (72)

    Leider hat diese Rubrik nicht den nötigen Platz für eine eingehende Dokumentation! Ich möchte mich etwas verzweifelt an Sie wenden und gebe hier nur das Problem an, wie folgt: Mehrmalige E-Mails werden vom Tierpark Friedrichsfelde von mir ignoriert, die eine „gravierende“(!) Beschwerde beinhaltet, ganz besonders für uns Behinderte sehr wichtig ist, die als Gruppe der Freizeitstätte f. in Alt Buckow am 11.8.16 einen Besuch im Tierpark Friedrichsfelde unternommen hat. Nur kurz zum Inhalt: Fehlende Behindertentoilette, keine Rampen für Rollstuhlfahrer, mangelhafte Wegbeschreibung, trotz Karte, die 90% der Besucher nicht deuten konnten, große Gefahr durch fehlende Sicherheit der Leih-Rollstühle für Behinderte, weil die Bremsen daran beim „Stand“ (Feststellen der Bremsen) noch ca. 3 mm Freiraum im Bremsbereich aufweist! So einige Benutzer dieser geliehenen Rollstuhlfahrer waren nicht gesichert und rollten davon. Diese werden wohl noch ungesichert vom Tierpark weiterhin verliehen, weil bisher noch keine Reaktion zu dieser Beschwerde vom Tierpark Fr.-felde kam! Hier ist es gerade vorrangig und schnell dringend darauf zu reagieren! Wir hatten zum Glück Helfer bei uns! Das sind nur einige Auszüge unserer Beschwerde und von mir als Schwerbehinderte Betroffene (72)! Ich bitte Sie um die Annahme unseres schwerwiegenden wichtigen Problems und dringende Abhilfe der Mängel! Nachweise sind vorhanden! Vielen Dank!

    • sabel

      Liebe Frau Bierfreund, vielen Dank für Ihre Mail, aber ich bin leider nicht die richtige Ansprechpartnerin. Dies ist ein privater Blog. Ich werde Ihre Mail an die Pressestelle von Zoo und Tierpark Berlin weiterleiten und denke, Sie bekommen dann von dort eine Antwort.
      Herzliche Grüße, Sabine Abel

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