Das lange Warten am Zoo-Eingang ist vorbei

Testen die neuen Drehkreuze hinter dem Löwentor (von links): Frank Bruckmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Berlin AG, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Foto: sal

Testen die neuen Drehkreuze hinter dem Löwentor (von links): Frank Bruckmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Berlin AG, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Foto: sal

Die Zeit der langen Schlangen ist Vergangenheit. Der Umbau am Löwentor-Eingang zum Berliner Zoo ist abgeschlossen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller, der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Carsten Engelmann und Zoo-Direktor Dr. Andreas Knieriem eröffneten heute offiziell den umgestalteten Eingangsbereich am Hardenbergplatz. Für die Besucher stehen jetzt acht statt vier Kassen zur Verfügung, und bei starkem Andrang können noch weitere geöffnet werden. Der gesamte Eingangsbereich wurde großzügiger gestaltet.

Ein Fenster zum Zoo

Erster Kontakt zum Tier: Noch vor den Eingangs-Drehkreuzen kann man das mächtige Panzernashorn bestaunen. Foto: sal

Erster Kontakt zum Tier: Noch vor den Eingangs-Drehkreuzen kann man das mächtige Panzernashorn bestaunen. Foto: sal

Der neugestaltete Eingang soll ein Fenster zum Berliner Zoo sein und die Besucher auf den Zoo einstimmen. Durch das schmiedeeiserne Tor zwischen den Kassen gelangt man auf einen halbrunden Hof. In einem pavillonartigen einstöckigen Gebäude auf der rechten Seite findet man jetzt unter anderem das Service-Center, in dem es zum Beispiel die Jahreskarten gibt. Den Extra-Weg zur Zoo-Verwaltung kann man sich jetzt also sparen. Wer auf dem Hof auf Freunde oder Familienmitglieder wartet, kann schon mal das mächtige Panzernashorn bestaunen oder von weitem einen Blick auf den Steinbock-Felsen werfen, bevor es durch die neuen Drehkreuze in den Zoo geht.

„Wir freuen uns, dass eine der berühmtesten Institutionen der Stadt Berlin nun auch am Hardenbergplatz die Besucherinnen und Besucher aus Berlin und der Welt mit einem würdigen Eingang empfangen kann“, lobte der Regierende Bürgermeister Michael Müller das Ergebnis des Umbaus. Es schätzt den Berliner Zoo nicht nur als Freizeitvergnügen sondern auch für sein Bildungsangebot. Das Wichtigste an einem Zoo sind aber natürlich die Tiere, und so sagte Michael Müller auch nicht nein, als spontan ein Exklusiv-Besuch bei Elefantendame Iyoti organisiert wurde.

Anfassen ausnahmsweise erlaubt: Frank Bruckmann, Michael Müller und Dr. Andreas Knieriem im Elefantengehege auf Tuchfühlung mit Elefantendame Iyoti. Foto: sal

Anfassen ausnahmsweise erlaubt: Frank Bruckmann, Michael Müller und Dr. Andreas Knieriem (v. li.) im Elefantengehege auf Tuchfühlung mit Elefantendame Iyoti. Tierpfleger Rolf Becker achtet derweil darauf, dass Elefantenmädchen Anchali keinen Unsinn macht. Foto: sal

Das Löwentor – ein Bauwerk mit Geschichte

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Carsten Engelmann, erinnerte an die Geschichte des Zoo-Eingangs, der ursprünglich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt und vor mehr als 100 Jahren als Löwentor eröffnet wurde. Von damals sind nur noch die beiden Löwenskulpturen erhalten. 1987, zum 750. Stadtjubiläum Berlins, erhielten sie wieder ihren Platz auf den nach alten Vorlagen rekonstruierten Kassenhäuschen. Doch nun war es höchste Zeit für eine Erneuerung. Immerhin etwa zwei Drittel der jährlich mehr als drei Millionen Besucher betreten den Berliner Zoo durch das Löwentor, die Warteschlangen am Hardenbergplatz waren an schönen Tagen bis zu 60 Meter lang.

Die Pläne für die Neugestaltung des Eingangsbereichs stammen vom Architekturbüro dan pearlman Erlebnisarchitektur. Zoo-Direktor Knieriem betont, dass im Zoo Berlin bei Um- und Neubau auch auf eine ökologisch sinnvolle Bauweise geachtet wird. Deshalb haben die Architekten für das neue Eingangsgebäude möglichst nachhaltige Materialien wie Holz, Eternit und Kautschuk verwendet.

Shoppingtour am Ausgang

Lädt zum Stöbern ein: der Zoo-Shop am Ausgang (kleiner Ausschnitt . . .). Foto: sal

Lädt zum Stöbern ein: der Zoo-Shop am Ausgang (kleiner Ausschnitt . . .). Foto: sal

Wer den Zoo am Löwentor auch wieder verlässt, kann am Ausgang noch auf Shoppingtour gehen. Auf rund 350 Quadratmetern, ebenfalls im neuen Gebäude, hat die Firma Wild Republic einen Themenstore im Afrika-Look eröffnet. Nicht nur Kuscheltiere, Kaffeebecher, Shirts, und Taschen – das Angebot ist riesig. Es gibt Schönes und Praktisches von Berliner Designern, eine speziell für den Zoo Berlin kreierte Produktlinie und außergewöhnliche Dinge aus aller Welt. Kleine Infotafeln stellen besondere Designer vor. So kann man z. B. Tierfiguren erwerben, die aus Flip-Flops hergestellt werden, aber auch Flip-Flops mit Tiermuster. Oder wie wäre es mit einer trendigen Filztasche? Wer hier stöbern möchte, sollte extra Zeit einplanen und nicht erst fünf Minuten vor Ende der Öffnungszeit kommen. Denn der Shop ist (noch?) nicht von außen zugänglich, sondern nur für Zoobesucher.

 

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